Ozeanblau/Beige
Die Baureihe 111 zählt zu den bekanntesten Elektrolokomotiven Deutschlands und prägte über Jahrzehnte den Personenverkehr.Robust, vielseitig und markant im Erscheinungsbild, steht sie bis heute für zuverlässige Technik der Bundesbahn-Ära.
Die Baureihe 111 entstand in den 1970er Jahren als Weiterentwicklung der Baureihe 110 und wurde als moderne, 160-km/h-fähige Lokomotive konzipiert, die sowohl Schnellzug- als auch Regionalleistungen übernehmen konnte. Die Serienproduktion lief von 1974 bis 1984; insgesamt wurden 227 Lokomotiven gefertigt.
Wichtige Hersteller: AEG, BBC, Henschel, Krauss-Maffei, Krupp und Siemens. Erste Auslieferungen begannen Mitte der 1970er Jahre.
Ursprünglich im Schnellzug- und InterCity-Verkehr eingesetzt, verlagerte sich das Einsatzspektrum der 111 im Laufe der Jahrzehnte zunehmend in den Regional- und Nahverkehr. Die Baureihe prägte besonders mit Doppelstockwagen viele Regionalverkehre und kam zeitweise auch in S-Bahnnetzen zum Einsatz. Mit Strukturveränderungen und Flottenmodernisierungen der DB nahm der Anteil der Regionaldienste zu.
Nach der Bahnreform wurde der Großteil der 111er DB-Regio zugeordnet; vereinzelt gelangten Maschinen auch zu privaten EVU oder in Charter-/Sonderverkehrs-Bestände.
Ozeanblau/Beige
Versuchslackierung I
Versuchslackierung II
Orientrot
Kieselgrau/Orange(S-Bahn)
Airport Express
Verkehrsrot
Wird noch ergänzt...
Mit Fristabläufen ab etwa 2012/2013 begann die gezielte Ausmusterung vieler Fahrzeuge der Baureihe 111; seitdem wurden zahlreiche Maschinen verschrottet oder abgegeben. Einige Loks erhielten dagegen Hauptuntersuchungen und blieben länger im Dienst oder wurden an Dritte verkauft und reaktiviert.
Einzelne Vorfälle (z. B. Brandschäden) führten ebenfalls zum vollständigen Verlust einzelner Exemplare; andere Fahrzeuge wurden an Firmen wie RailAdventure oder private Betreiber verkauft und dort weiterverwendet.
Zahlreiche Exponate der Baureihe 111 sind museal oder in privatem Besitz erhalten geblieben; je nach Quelle existieren Dutzende erhaltene Maschinen (teilweise betriebsfähig, teils als Denkmäler oder im Aufarbeitungszustand). Einige Maschinen sind für den langfristigen musealen Erhalt vorgesehen.
Beispielhafte Verwendungen heute: Sonder- und Charterzüge, Vermietung an Bahndienstleister sowie museale Präsentation.
Die Baureihe 111 ist ein anschauliches Beispiel für eine robuste, vielseitige Elektrolokomotive, die mehrere Betriebsphasen durchlaufen hat: von schnellen Fernverkehrsleistungen über umfangreiche Regionalverkehre bis hin zu einem vielfältigen Nachleben bei privaten Betreibern und Museen. Trotz schrittweiser Ausmusterung bleibt die 111 wegen ihrer Verbreitung und technischen Auslegung ein bedeutendes Stück deutscher Bahngeschichte.